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Ehrenmale und Gedenkstätten

Das Ehrenmal:

 

Das alte Ehrenmal der Gemeinde mit dem Gedenkstein und der Ehrentafel der Gefallenen und Vermissten wurde am 9. Dezember 1928 neben der damaligen Meierei an der Bundesstraße feierlich eingeweiht.

Die Gedenkstätte an der Bundesstraße musste wegen anstehender Straßenbaumaßnahmen aufgegeben werden. An der Schulstraße wurde 1964 eine größere und schönere Gedenkstätte für die Opfer der beiden Weltkriege angelegt.

In der Mitte der Grabstätte befindet sich die Tafel mit den Namensschildern aller unserer gefallenen und vermissten Mitglieder der Dorfgemeinschaft Jagel.

 

Zum Gedenken an die Kriegsereignisse von 1864

Dänische Grabstätte:

An der Westseite der heutigen Bundesstraße befindet sich mitten im Dorfe im Vorgarten der Familie Feller / Mangelsen (jetzt Familie Didicke) die letzte Ruhestätte von 3 dänischen Soldaten. Die Soldaten sollen allen Überlieferungen zufolge hier gefallen sein. Auf dem schlichten schwarzen Eisenkreuz stehen, der Straße zugewandt, die Worte:

„Hier ruhen 3 tapfere dänische Krieger“

und auf der Rückseite:

„Gefallen im Gefecht bei Jagel d. 3. Febr. 1864. Sanft ruhe Ihre Asche!“

Auf das Grab pflanzte man eine Esche und Efeu, der an dem Baum emporrankte. Im Zuge der Verbreiterung der Bundesstraße ist die Esche gefällt worden, und auch das Eisengitter des Grabes wurde entfernt. Man pflanzte das Grab neu mit Blumen an und umgab es mit einer niedrigen Steinkante.

 

Österreichische Grabstätte:

Etwas entfernt vom Dorf findet man am südöstlichen Ortsausgang am Eichenweg (etwa 100m nördlich des Anwesens Ehrenreich) am Wiesenrand die letzte Ruhestätte von 12 österreichischen Soldaten. Ein Eisenkreuz der gleichen Art wie auf dem Dänengrab berichtet:

„Hier ruhen 12 tapfere österreichische Krieger“

die Rückseite trägt die Inschrift:

„Gefallen bei Jagel d. 3. Febr. 1864. Sanft ruhe Ihre Asche!“

Außer dieser Inschriften zieren das schwarze Eisenkreuz der beiden Gräber jeweils auf der Vorderseite ein Schmetterling und Engel-Embleme der Verwandlung durch Tod und Auferstehung, und auf der jeweiligen Rückseite zwei gekreuzte nach unten gehaltene Fackeln als Symbol der trauernden Heldenverehrung.

 

Erinnerungsstätte Doppeleiche:

An der Kreuzung Dorfstraße / Selker Weg hat man, 50 Jahre nach dem Gefecht vom 03. Februar 1864, im Jahre 1914 eine Doppeleiche zur Erinnerung an diese kriegerischen Ereignisse gepflanzt und einen Granitstein, auf dem oben drei Kanonenkugeln eingesetzt wurden, aufgestellt. Der Stein trägt die Inschrift:

„Zur Erinnerung an d. 3.2.1864. Jagel, d. 3.2.1914“

 

Informationen zu den Kriegsereignissen 1864 (hier)